Erste Glücks-Hilfe

Hier sind 10 Tipps für Ihr Glück, Ihre Sinnhaftigkeit und Ihre Selbstwirksamkeit. Manche davon können Sie in einer schönen Box sammeln, um in glücklosen Momenten darauf zurückgreifen…

Mögen Sie Ihnen stets hilfreich sein!

Erste Glücks-Hilfe Tipp 1:
Wenn es Ihnen so richtig gut geht. Nehmen Sie sich einen Augenblick Zeit, überlegen Sie was ist jetzt anders, was erfüllen Sie sich gerade, das Sie glücklich macht. Schreiben Sie diese Dinge auf eine Karteikarte und geben Sie diese in eine schöne Box. Das ist nun der Anfang für Ihre ERSTE GLÜCKS-HILFE.  Achten Sie darauf, dass gerade vermeintlich kleine Dinge oft die Besten sind, da sie schnell zu erfüllen sind. Im Winter sind es oft Wärme und Licht. Also nicht unbedingt shoppen, sondern vielleicht Thermalbad. Wichtig ist, dass die Lösungen machbar sind, leicht zu erledigen und schnell wirken. Also besser im „Wald spazieren gehen“ als „Am Strand liegen“. Ich gehe mal davon aus, dass Sie nicht am Strand leben 😉

Erste Glücks-Hilfe Tipp 2:
Ganzganz entscheidend – Selbstwirksamkeit. Gerade bei Kindern ist Selbstwirksamkeit so wichtig. Sie müssen die Erfahrung machen, dass sie im Leben etwas bewirken können. Das fängt schon beim Säugling an. Er lächelt und die Menschen um ihn herum lächeln ihn an. Der Säugling macht die Erfahrung, ich sende etwas aus und es kommt etwas zurück. Ich kann auf mein Umfeld Einfluss nehmen, ich kann es zum Teil mit gestalten. WoW!
Und wir Erwachsene, was können wir tun, um Selbstwirksamkeit zu erleben? Überlegen Sie sich, was sie gut können. Ich empfehle Tätigkeiten mit anderen Menschen, da so auch noch die Chance auf Begegnung, Austausch und Kontakt besteht.
Z.B.

  • Können Sie gut kochen – laden Sie Freunde zum Essen ein
  • Erzählen/lesen Sie gerne Geschichten – Fragen Sie in Schulen an, ob Lesepaten gesucht werden
  • Sind Sie gerne sportlich – schließen Sie sich anderen Sportgruppen an, Laufen, radeln…
  • Sind Sie gerne in der Natur – laden Sie andere Menschen zu einer Wanderführung ein

Oder aber auch handwerkliche Tätigkeiten. Sie haben den Vorteil, dass Sie diese am Ende des Tages betrachten, anfassen können, vielleicht noch lange Freude daran haben werden. Somit komme ich gleich zu

Erste Glücks-Hilfe Tipp 3:
Schaffen Sie sich positive Anker. Wieder eine Rubrik für den ERSTE GLÜCKS-HIFE Kasten. Dort können Sie Musikstücke, Bilder, Gerüche aufbewahren, die Sie an besondere Momente erinnern. Wir gestalten durch unsere Gedanken unsere Welt um uns herum. Wichtig, dass Sie die ERSTE GLÜCKS-HILFE Box immer dann füllen, wenn es Ihnen gut geht. Denn in Glücks-Not Situationen sind wir oft phantasie- und hilflos. Da sollte es reichen zu wissen, wo die Kiste steht.

Erste Glücks-Hilfe Tipp 4:
Seien Sie sich selbst gegenüber verlässlich. Manchmal nehmen wir uns vor, ab morgen fange ich an täglich Yoga zu machen, zu Joggen, Gesund zu Essen… Die Idee ist super. Nur das Wort „täglich“ birgt eine große Gefahr. Die Gefahr, dass wir das nicht duchhalten werden. Und dann erleben wir uns als unzuverlässlich. Wenn wir uns nicht mal auf uns selbst verlassen können… Daher ist es wichtig, dass wir uns machbare Ziele stecken (3x die Woche – beispielsweise), und dass wir es dann aber auch tun. So erleben wir, dass wir uns auf uns verlassen können.

Erste Glücks-Hilfe Tipp 5:
Rituale. Besonders im Zusammenleben mit Kindern ist das hilfreich. Ich habe z.B. meinen Kindern nahezu täglich (Achtung siehe Tipp 4 ;-)) meinen Kindern nach dem Zähneputzen eine Geschichte vorgelesen. Es hat uns allen Spaß gemacht. Es gab so gut wie nie Stress beim Zähneputzen und wir konnten uns gemeinsam neue Bücher aussuchen. Rituale geben uns Halt und Struktur im Alltag. Und Sie können uns als Brücken über schwierige Zeiten hinweghelfen, da wir in dieser Zeit in einer Art Automodus sind. Andere Rituale können sein, Zeitung lesen, Meditieren, gleichbleibende zu Bettgehzeiten, abends im Bett lesen…

Erste Glücks-Hilfe Tipp 6:
Verlassen Sie immer wieder mal Ihre Komfortzone. Die Komfortzone ist der Bereich, in dem wir uns Wohlfühlen, die wir kennen, in der wir nichts zu befürchten haben – ich bezeichne sie daher manchmal auch als Couchzone. Durch das Verlassen dieser Zone, erweitern wir unseren Gestaltungsraum, wir erleben uns als lebendig und selbstwirksam. Wir werden wacher und unternehmungslustiger. Wir sind in der Lernzone, oder Wachstumszone, sagen manche Fachleute. Ich sage: Das ist die Glückszone! Ja, ich weiß, etwas marktschreierisch formuliert. Also gut: Das ist die Zone, in der wir das Glück finden können. Besser?
Was nun ausserhalb der Komfortzone liegt, ist bei jedem Menschen sicher unterschiedlich. Generall sind das Dinge, die wir nicht tagtäglich tun. Hier ein paar Beispiele:

  • Fremde Menschen auf der Strasse ansprechen
  • Bus fahren, allein ins Café gehen
  • vom 3-Meter Turm springen
  • Tanzen gehen
  • TV eine Woche auslassen…

Haben Sie weitere Ideen? Ab in die ERSTE GLÜCKS-HILFE Box, vielleicht in die Rubrik „Glückszone“.

Erste Glücks-Hilfe Tipp 7:
Akzeptieren Sie Frust. Frust ist gerade auch für Kinder wichtig. Damit es nicht passiert, dass ein Angestellter zu weinen beginnt, wenn sein Abteilungsleiter ihm den erhofften freien Tag streicht, muss Frustration schon von Kindesbeinen an gelernt werden. Es macht keinen Sinn unsere Kinder in dieser Angelegenheit über die Maßen zu schonen. Natürlich soll es auch nicht übertreiben werden. Wenn Sie als Elternteil etwas nicht möchten, dann sagen Sie es in der persönlichen Sprache zu Ihrem Kind. „Ich möchte das nicht.“ Das reicht, keine langne Erklärungen. Für die, die ungebedingt noch mehr sagen wollen, sei noch erlaubt: „Aus meiner Erfahrung ist es das Beste.“

Erste Glücks-Hilfe Tipp 8:
Bewegen Sie sich. Kennen Sie das, dass die Gedanken mit einem unkontrollierbar spazieren gehen? Aus der Vergangenheit problemlos in die Zukunft, in den Konjunktiv, vor und zurück kreuz und quer. Wie ein junger Hund. Nur wieder der junge Hund im Laufe der Jahre aber nicht lahmer, im Gegenteil… Also wenigstens bei mir nicht.
Ein guter Tipp, wie ich finde, ist dann meditieren. Wobei ich eingestehe, dass dazu etwas Geduld und Übung gehören. „Denken Sie mal an nichts…“ Das schaffen nur richtige Meditationsprofis.
Mir hilft dann wirklich Sport. Nach einer Weile gibt es einen Punkt, wenn der Puls höher schlägt, die Anstrengung steigt, dann treffen sich die Gedanken aus der Vergangenheit und aus der Zukunft tatsächlich im Hier und Jetzt. In diesen Momenten habe ich noch nie gedacht, was gestern war, oder morgen sein wird. Dieser Moment wird als Achtsamkeit bezeichnet, im Moment leben.

Erste Glücks-Hilfe Tipp 9:
„Jeder Mensch ist auf der Suche nach Glück.“ Dieses Zitat soll Buddha einmal gesagt haben. Daraus ergibt sich, dass alle Handlungen eines jeden Menschen dazu dienen, dass er so sein Glück findet. Es kommt aber auch vor, dass manche Handlungen das Glück des anderen stark beeinträchtigen. Das liegt daran, dass den Menschen in diesen Momenten keine besseren Handlungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Hätten sie bessere, würden sie diese wählen.
Somit ist es wichtig zu verstehen, welche Bedürfnisse wir uns durch unsere Handlungen erfüllen. Erst wenn wir dies wissen, können wir uns neue, bessere Strategien überlegen, die unsere Bedürfnisse erfüllen und dem anderen aber nicht schaden.

Erste Glücks-Hilfe Tipp 10:
Sorgen Sie gut für sich. Es hilft keinem, wenn Sie sich aufopfern, damit es Ihren Kindern, Ihrem Partner besser geht. Denn das erzeugt dann Schuldgefühle „Was ich alles für Euch tue..“ und ein schlechtes Gewissen bei dem Empfänger, der eventuell garnicht einmal darum bat. Überlegen Sie, was Sie in herausfordernden Situationen benötigen, Ruhe, Unterstützung, Struktur… Wenn Sie das wissen, können Sie gut für sich sorgen.

Wichtigster Erste Glücks-Hilfe Tipp:
Werden Sie aktiv, wenden Sie einen der genannten Tipps an, der Ihnen am ehesten zusagt. Geben Sie Ihrem Glück eine Chance aktiv zu werden.
JETZT!

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